Montag, 11. April 2011

bauhaus Zeitschrift druckfrisch - das neue Sammlerobjekt

Ergänzung zum Beitrag vom 22. März 2011

Nach 80 Jahren Pause gibt die Stiftung Bauhaus Dessau eine neue bauhaus Zeitschrift heraus. Das Magazin wurde im März auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse vorgestellt. Bereits von 1926 bis 1931 erschienen 14 Ausgaben der Zeitschrift.




Die neue bauhaus Ausgabe 1 ist 101 Seiten stark, im A4 Format mit kleinerem englischsprachigem Teil, und ab März 2011 zum Preis von 8 € im Handel erhältlich. Wird das Heft in Dessau erworben, kostet es nur 5 €. Die Zeitschrift wird halbjährlich mit einer Auflage von 10.000 Stück herausgegeben. Zwei Mal im Jahr wird man so über Neuigkeiten aus der Bauhaus-Welt auf dem Laufenden gehalten.


Ein Thema der bauhaus Ausgabe 1: Der Künstler am Bauhaus. Kurt Kranz - von A bis Z. Versuch der buchstäblichen Annäherung an einen der faszinierendsten Schüler des Bauhauses. Anlass ist die noch bis zum 29. Mai 2011 laufende Ausstellung "Die Programmierung des Schönen" über den Künstler und Grafiker Kranz (1910-1997), der am Bauhaus studierte.


Die bauhaus Zeitschrift wird heute, am 11. April 2011, um 19 Uhr, im Bauhausgebäude der interessierten Öffentlichkeit präsentiert.

Mittwoch, 6. April 2011

Öffentlicher Diskussions-Abend zum Besucherzentrum in der Bauhausstadt

Am 7. April 2011 lädt die Stiftung Bauhaus Dessau zum Bürgergespräch ein. Thema: Zukunft des Tourismus in der Bauhausstadt Dessau. Schwerpunkt wird hierbei der geplante Bau eines Besucher- und Ausstellungszentrums an den Sieben Säulen sein. Noch in diesem Jahr soll es eine internationale Ausschreibung für diesen Standort geben. Dafür müsste das unter Denkmalschutz stehende Haus in der Puschkinallee 57 abgerissen werden.

Im Rahmen des Bürgergesprächs stellt Bauhaus Direktor Philipp Oswalt die Pläne und weiteren Projekte für das Bauhaus und die Stadt Dessau vor. Mit ihm diskutieren die ehemaligen Oberbürgermeister und jetzigen Stadträte Jürgen Neubert von der FDP und Hans-Georg Otto von Pro Dessau-Roßlau, der Vertreter der Bürgerinitiative Sebastian Kaps, der Unternehmer Andreas Kopf und der Geschäftsführer des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr an der Universität München, Mathias Feige.



Wie weiter mit der Bauhausstadt? 7. April 2011 ab 18 Uhr im Bauhaus (Aula), Gropiusallee 38, Dessau-Roßlau, Eintritt frei.

Sonntag, 3. April 2011

Neue Farbenpracht in Bauhaus-Siedlung Dessau - Feininger Meisterhaus eröffnet

In der Bauhaus-Siedlung Dessau wurde das Meisterhaus, in dem der bedeutende Maler und Grafiker Lyonel Feininger einige Jahre seines Lebens verbrachte, am 31. März 2011 nach umfangreicher Renovierung wiedereröffnet und erstrahlt nun in neuer Farbenpracht. Im ganzen Haus wurden die Innenanstriche originalgetreu erneuert. Die Originaltüren wurden von vielen alten Farbschichten befreit und nach mühevoller Aufarbeitung wieder in einen tadellosen Zustand versetzt. Viele Untersuchungen und Vergleiche wurden angestellt, um das Meisterhaus wieder in den Zustand zu versetzen, in dem es 1926 bei Feiningers Einzug war. Das Innere des Feiniger-Meisterhauses beeindruckt jetzt mit brillianten Farbanstrichen und auch heute noch sehr modern wirkenden Farbkombinationen.
Zuletzt war das Meisterhaus im Rahmen der Festlichkeiten zum 75-jährigen Bauhaus-Jubiläum im Jahr 1994 wiedereröffnet worden. Allerdings wurde damals so restauriert, wie das Haus beim Auszug Feiningers im Jahre 1932 gewesen war. Seitdem ist hier auch das Kurt-Weill-Zentrum untergebracht, welches sich um das Werk Lyonel Feiningers kümmert. Die Sanierung des Feiniger Meisterhauses hat ungefähr 150.000 Euro gekostet. Die Mittel wurden unter anderem von der Stiftung Meisterhäuser, der Stadt Dessau und der Lotto Tot GmbH zur Verfügung gestellt.


Lyonel Charles Adrian Feininger (1871-1956) zieht 1926 mit dem Bauhaus von Weimar nach Dessau um und lebte mit Frau und seinen drei Söhnen von bis 1932 in der Bauhaus-Siedlung. Hier war er als Maler und Grafiker tätig, hatte sich aber von seiner Lehrtätigkeit am Bauhaus entbinden lassen. 1932 wurde das Bauhaus Dessau aufgrund der politischen Lage in Deutschland geschlossen. Feininger siedelte mit seiner Familie nach Amerika über. Sein jüngster Sohn Theodore Lux Feininger wurde am 11.06.1910 geboren. 2010 feierte er seinen 100. Geburtstag und lebt heute noch in Amerika. Er studierte in den Dreißiger Jahren am Bauhaus Dessau und machte sich als Fotograf, später hauptsächlich als Maler einen Namen.