Mittwoch, 6. Juli 2011

Bauhaus Dessau und Melt! Festival Ferropolis

Bauhaus meets Melt!

Vom 15. bis 17. Juli 2011 findet die 14. Ausgabe des Melt! Festivals in Ferropolis, der Stadt aus Eisen, in 06773 Gräfenhainichen in Sachsen-Anhalt, statt. Über 120 Acts werden auftreten, und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm wird geboten. Wegen dieses Großereignisses bleibt das Gelände vom 14. bis 19.07.2011 für Tagesbesucher geschlossen. Das Ticket für das dreitägige Melt Festival in Ferropolis kostet 104 € (inkl. campen und parken). Seit Anfang Juni ist das Melt! Festival ausverkauft!



Im Rahmen des Melt Festivals finden auch im Bauhaus Dessau am Samstag und Sonntag, den 16. und 17.07.2011, Vorträge, Führungen und Workshops statt. Der Eintritt ist kostenlos. Besucher der Melt-Veranstaltungen können die Bauhaus-Ausstellung zum ermäßigten Preis von 4 € besuchen. Bus-Shuttles zwischen dem Festivalgelände Ferropolis und dem Bauhaus Dessau sind eingerichtet. Diese fahren am 16. und 17.07. um 12.30 Uhr und 14.00 Uhr von Ferropolis zum Bauhaus Dessau. Rückfahrt ist jeweils um 17.00 Uhr und um 18.30 Uhr.


Die Verbindung zwischen Bauhaus und Ferropolis mit dem Melt Festival besteht seit den Neunziger Jahren. Von 1964 bis 1991 wurde hier Rohbraunkohle gefördert. Hauptabnehmer waren die Kraftwerke Zschornewitz und Vockerode in der Region um Dessau, Wittenberg und Bitterfeld. Vor 20 Jahren wurde der Abbau von Braunkohle im Tagebau Gräfenhainichen eingestellt. Die riesigen Abraumbagger sollen verschrottet werden. Das Tagebau-Restloch wird ab 2000 bis 2009 mit Hilfe von Grundwasser und Wasser aus der Mulde geflutet, welches über eine kilometerlange Rohrleitung zum Tagebau transportiert wird. So entsteht der Gremminger See um Ferropolis.

Das Bauhaus Dessau entwickelte die Idee und das Konzept zu "Ferropolis - Stadt aus Eisen" im Rahmen des Werkstattprojektes "Industrielles Gartenreich". 1995 wird Ferropolis Expo 2000-Projekt. Seitdem finden hier zahlreiche Open-Air-Veranstaltungen, Konzerte und Events wie das Melt! Festival statt. Seit 2005 ist Ferropolis Teil der "Europäischen Route des Industriellen Erbes", ein Zusammenschluss von wichtigen Bauten sowie Standorten des industriellen Erbes in ganz Europa. Sogar heiraten kann man in der Stadt aus Eisen. Das Trauzimmer befindet in der Schaltwarte des ehemaligen Tagebaus. 

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