Montag, 11. Juli 2011

Jüngster Sohn von Bauhaus-Meister Lyonel Feininger gestorben

Der Fotograf und Maler Theodore Lux Feininger ist tot. Als einer der letzten Bauhäusler, der die Bauhaus-Meister Wassily Kandinsky, Georg Muche, Laszlo Moholy-Nagy, Oskar Schlemmer, Paul Klee und den Architekten und Gründer des Bauhauses Walter Gropius noch persönlich kannte, starb Feininger am 7. Juli 2011 im Alter von 101 Jahren in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts. Theodore Lux Feininger wurde 1910 als jüngster Sohn von Lyonel Charles Adrian Feininger (1871-1956) geboren. 
 
Meisterhaus Feininger in Dessau
Lyonel Feininger war ein bedeutender Maler und Grafiker und von Beginn an eng mit dem Bauhaus verbunden. Er folgte 1919 dem Ruf von Bauhaus-Gründer Walter Gropius nach Weimar ans Staatliche Bauhaus. Dort wurde er erster Bauhaus-Meister. 1926 zog er mit dem Bauhaus nach Dessau um und war nur noch als Maler und Grafiker tätig. Von der Lehrtätigkeit hatte er sich entbinden lassen, blieb aber untrennbar mit dem Bauhaus verbunden. Auch seine Söhne studierten am Bauhaus.
 
Nachdem 1932 das Bauhaus aufgrund der politischen Lage in Deutschland geschlossen wurde, wanderte die Familie Feininger nach Amerika aus. Dort machte sich der jüngste Sohn als Fotograf und Maler einen Namen. Theodore Lux Feininger war außerdem bis zu seiner Pensionierung in den 1970er Jahren als Lehrer in New York, Harvard und Boston tätig und widmete sich danach ausschließlich der Malerei. Am 11.06.2010 feierte Theodore Lux Feininger in Cambridge seinen 100. Geburtstag.
 
Bild Esszimmer im Feininger-Meisterhaus Dessau
In der Lyonel-Feininger-Galerie in Quedlinburg, Sachsen-Anhalt, welche zur Stiftung Moritzburg Halle/Saale gehört, kann man noch bis zum 28. August die Ausstellung "Welten-Segler - T. Lux Feininger zum 100. Geburstag - Werke 1929-1942" besichtigen. 

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