Dienstag, 29. November 2011

Das Ensemble der Meisterhäuser Dessau wird komplettiert

Emmer-Haus im Sommer 2011 kurz vor dem Abriss

Die Sanierung hat begonnen - Fertigstellung für Ende 2012 geplant



Die Meisterhaus Siedlung, gelegen im grünen Stadtteil Ziebigk unweit des Bauhauses, in der Bauhausstadt Dessau wurde 1925 vom Bauhaus-Direktor Walter Gropius entworfen. Sie wurden 1926 von den damaligen Bauhausmeistern Laszlo Moholy-Nagy, Lyonel Feininger, Georg Muche, Oskar Schlemmer, Wassily Kandinsky und Paul Klee bezogen. Ursprünglich bestand das Ensemble aus dem Einfamilienhaus für den Bauhausdirektor sowie aus drei Doppelhäusern für die Bauhausmeister.
 
Rückseite des Emmer-Hauses mit Blick auf Haushälfte Feininger

Aufbau der Haushälfte Moholy-Nagy

Das Gropius-Haus wurde kurz vor Kriegsende 1945 durch einen Luftangriff zerstört, ebenso wie die unmittelbar danebenliegende Doppelhaushälfte Moholy-Nagy. Die Gebäude wurden nicht wieder aufgebaut. Die Haushälfte wurde komplett zerstört und abgetragen. Vom Gropius-Haus blieb nur das Keller-Fundament erhalten. In den Fünfziger Jahren wurde auf diesem Fundament ein neues Einfamilienhaus errichtet, welches in der Folgezeit nur noch als Emmer-Haus (Bauherr) bezeichnet wurde.

Beginn der Abrissarbeiten am ehemaligen Gropius-Haus

Das Haus befindet sich im Besitz der Stadt Dessau. Ein Wiederaufbau des Gropius-Hauses ist schon länger geplant. Im Juli 2011 wurde mit dem Abriss des Emmer-Hauses bis auf das ursprüngliche Fundament begonnen. Fundament-Reste an der Moholy-Nagy Haushälfte wurden ebenfalls beseitigt. Seit einigen Wochen liegt das Fundament des Einfamilienhauses geschützt unter einem großen Festzelt und entzieht sich neugierigen Blicken. So lässt sich auch schwer sagen, ob darunter noch gebaut wird oder ob das Zelt eher dem Schutz vor Frost und Schnee dient.

Das Fundament ist unter einem großen Zelt verborgen

Seit Baubeginn zeichnet eine Webcam aktuelle Bilder vom Bau auf. Vier Mal am Tag werden die Bilder aktualisiert. Das Baugeschehen kann man im Internet auf der Seite der Stadtverwaltung Dessau-Rosslau verfolgen.

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